Nach nahezu einer Woche kehren rund 50.000 Menschen in die von den schwersten Waldbränden der jüngeren Geschichte betroffenen Gebiete um Madrid in ihre Häuser zurück, während eine neue Hitzewelle und erwarteter starker Wind die Fortschritte der Einsatzkräfte gefährden.

Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangssperren für 19 Ortschaften auf, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Nach Angaben der Behörden durften die Bewohner von 15 Ortschaften in ihre Häuser zurückkehren, zudem wurden für sechs weitere Ortschaften die Ausgangssperren aufgehoben. Insgesamt profitieren laut dem Präfekten der Region Madrid, Francisco Martin Aguirre, rund 24.000 Menschen von der Rückkehr, weitere 20.000 sind nicht mehr an Ausgangssperren gebunden.

Die Lage habe sich stabilisiert, hieß es aus Madrid. In der Nacht habe sich das Feuer rund um die spanische Hauptstadt aufgrund günstigerer Wetterbedingungen nicht weiter ausgebreitet. Innenminister Fernando Grande-Marlaska erklärte am Dienstag, die Flammen seien nicht weiter vorgerückt. Er äußerte die Hoffnung, dass die Einsatzkräfte am Mittwoch mit dem Ablöschen verbliebener Glutnester und der Sicherung der Brandflächen beginnen könnten – trotz der vorhergesagten hohen Temperaturen.