Berlin, 16 Juni 2026
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat eingeräumt, dass die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland im vergangenen Jahr netto um rund 30.000 gesunken ist, während ihr Ministerium bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen will.
Nach Angaben eines Sprechers des Bauministeriums, auf die sich der Deutschlandfunk am 16. Juni 2026 berief, wurden zwar mehr als 27.000 neu gebaute Mietwohnungen gefördert, gleichzeitig fielen aber rund 57.500 aus der Substitution heraus. „Damit sei bei den Sozialwohnungen unter dem Strich ein Minus von gut 30.000 zu verzeichnen“, hieß es in dem Bericht.
Warum Sozialwohnungen schwinden
Die Ursache für den anhaltenden Schwund liegt im Auslaufen langfristiger Mietbindungen. Sozialwohnungen werden mit staatlicher Förderung gebaut oder modernisiert und müssen dafür bis zu 30 Jahre günstig vermietet werden. Nach Ablauf dieser Frist dürfen Vermieter die Mieten schrittweise an die ortsübliche Vergleichsmiete anpassen, was Erhöhungen von bis zu 20 Prozent innerhalb von drei Jahren ermöglicht.
