Frankfurt am Main, 19 Juni 2026

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat am Freitag auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt am Main einen 13-Punkte-Aktionsplan zur Senkung der Baukosten und zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Deutschland vorgestellt.

Ausgangslage: Tiefstand bei Fertigstellungen

Mit dem Aktionsplan reagiert die Bundesregierung auf eine seit Jahren anhaltende Krise im Wohnungsneubau. Hubertz sagte, die Baukosten seien auf ein "unsägliches Niveau" gestiegen. Ziel sei, dass Bauprojekte "überhaupt noch realisiert" würden. Die Investorenkonferenz in Frankfurt am Main wurde von Vertreterinnen und Vertretern der Immobilien- und Finanzbranche besucht; auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) war angekündigt.

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2025 lediglich 206.600 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt. Das sind rund 45.000 weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2012. Eine unveröffentlichte DIW-Studie, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, geht für das laufende Jahr 2026 unter stabilen Bedingungen von etwa 225.000 fertiggestellten Wohnungen aus; für 2027 prognostizieren die Forscherinnen und Forscher rund 240.000 Wohnungen.