Ein 38-stöckiges Hochhaus an der East 42nd Street in Manhattan ist am Dienstagmorgen wegen akuter Einsturzgefahr evakuiert worden, nachdem sich zwei tragende Stützpfeiler in den oberen Stockwerken verformt hatten.
Hintergrund: Vom Büroturm zum Wohnhaus
Das Gebäude mit der Adresse 235 East 42nd Street, einst Hauptverwaltung des Pharmakonzerns Pfizer, wird derzeit zu einem Wohnhaus umgebaut. Wie die New Yorker Feuerwehr mitteilte, waren bei Eintreffen der Einsatzkräfte zwei Stützpfeiler im 21. und 22. Stockwerk verformt. Zwischen dem 21. und dem 26. Stockwerk hängen die Böden durch, wie die Feuerwehr weiter erklärte.
Rund 130 Feuerwehrleute und Rettungskräfte wurden nach Angaben der Behörden in den Morgenstunden alarmiert, ausgelöst durch herabfallende Steine, wie die New York Times berichtete. Zeitgleich mit dem Berufsverkehr im Stadtteil riefen die Einsatzkräfte zu großflächigen Evakuierungen auf. Auch eine nahegelegene Schule musste geräumt werden, wie die Polizei bestätigte.
Die Behörden setzten zudem eine Drohne ein, um das Ausmaß der Schäden aus der Luft zu beurteilen. Die New Yorker Gebäudebehörde erklärte über den Onlinedienst X, ihre Statiker seien vor Ort, um mögliche strukturelle Probleme zu untersuchen. Der Wolkenkratzer liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Chrysler Building und zum Hauptquartier der Vereinten Nationen.
Einsatzkräfte und Drohne im Großeinsatz
Clifford Johnsen von der Baugewerkschaft Steamfitters Local 638 kritisierte die laufenden Umbauarbeiten an dem ehemaligen Pfizer-Hochhaus scharf. Johnsen, der nach eigenen Angaben seit 21 Jahren im Baugewerbe tätig ist, sagte: „Das Aufsetzen zusätzlicher Stockwerke auf das bestehende Bürogebäude habe Druck auf die Stützpfeiler ausgeübt“. Die Bauarbeiten seien offenbar nicht ordnungsgemäß geplant worden.
