Der WIFO-Ökonom Marcus Scheiblecker hat im APA-Gespräch vor wirtschaftlichen Risiken durch längere Hitzewellen in Österreich gewarnt und Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Tourismus als besonders anfällig beschrieben.
Marcus Scheiblecker, Ökonom am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), hat in einem Interview mit der Austria Presse Agentur (APA) auf die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels für Österreich hingewiesen. Längere Hitzeperioden stellten die Volkswirtschaft vor erhebliche Anpassungsprobleme, sagte er. „Das ist keine gute Nachricht“, fasste Scheiblecker seine Einschätzung zusammen. Allgemein und im produzierenden Sektor hingen die Arbeitsbedingungen auch an der jeweiligen Temperatur.
Besonders betroffen wäre demnach die Landwirtschaft. „Ein großes Problem“ würde sich ergeben, „wenn immer stärkere Hitzewellen von Juni bis September auftreten und nicht wie früher nur zur Sommermitte Ende Juli/Anfang August“, erklärte Scheiblecker. Verschärfe sich dieser Trend, müsse sich der Sektor auf eine deutlich längere Stressphase einstellen, was Erträge und Produktionsbedingungen gleichermaßen belaste.
