Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat die aus einem geleakten Gesprächsprotokoll kolportierten Äußerungen des Wiener Wirtschaftskammer-Präsidenten Walter Ruck am Dienstag scharf zurückgewiesen, während aus Industrie, Wiener Volkspartei und Opposition der Druck auf Ruck wächst.

Hintergrund: Die geleakten Protokolle

Seit das Nachrichtenmagazin „profil“ und die „Kronen Zeitung“ am Freitag erste und am Montagabend weitere Auszüge aus einem mutmaßlich vertraulichen Gesprächsprotokoll veröffentlicht haben, kämpft Walter Ruck um sein Amt an der Spitze der Wiener Wirtschaftskammer. Die Aufzeichnungen, deren Echtheit von einem Sprecher Rucks nicht bestätigt, von den publizierenden Medien aber als gesichert bezeichnet wird, sollen den Jahreswechsel 2025 auf 2026 betreffen. Demnach soll Ruck offen über Postenschiebereien in der eigenen Partei, die ÖVP, gesprochen, sexistische Bemerkungen über Frauen gemacht und Industrievertreter aus Oberösterreich als „degeneriert“ bezeichnet haben.