Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen mutmaßlichen IT-Spezialisten, der Walter Meischberger und weiteren Beschuldigten im BUWOG-Komplex gefälschte Beweise geliefert haben soll, und nicht gegen die Richterin Marion Hohenecker wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit.

Die Wiener Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen neu ausgerichtet: Statt gegen die Richterin Marion Hohenecker wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit vorzugehen, werde nun ein selbsternannter „IT-Spezialist" ins Visier genommen, der Meischberger und anderen Beteiligten nach Überzeugung der Behörde gefälschte Beweismittel geliefert haben soll. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, habe man Hinweise erhalten, dass Beweise in das Verfahren eingebracht worden seien, die nicht den tatsächlichen technischen Gegebenheiten entsprächen. Damit rückt der Vorwurf der Urkundenfälschung und des versuchten Prozessbetrugs durch Dritte in den Mittelpunkt.