Ein 44-jähriger Mann muss sich seit Mittwoch vor dem Wiener Landesgericht verantworten, weil er im August 2025 einen zehnjährigen Jungen aus rassistischen Motiven attackiert und mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben soll.

Die Vorwürfe im Detail

Der Angeklagte trat am 31. August 2025 im Hof eines Wohnhauses in Wien-Donaustadt einem zehnjährigen Jungen gegen das linke Bein, nachdem er ihn zuvor rassistisch beleidigt hatte. Laut Anklage handelte der Mann ohne jegliche Provokation. Bereits früher am selben Tag hatte er an der U-Bahn-Station der Linie U1 eine Familie mit zwei kleinen Kindern beschimpft und einen Fahrgast geschlagen, der ihn beruhigen wollte.

Zudem soll der 44-Jährige den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben haben, während mehrere Fahrgäste dies beobachteten und ein Passagier die Szene filmte. Trotz der Kamera setzte der Mann seine Handlung fort. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben Körperverletzung und Beleidigung auch gefährliche Drohung sowie nationalsozialistische Wiederbetätigung vor.