Die Wiener Grünen haben am Mittwoch von der Stadtregierung rasche Soforthilfe sowie einen langfristigen Hitzeschutzplan gefordert und die Einrichtung eines Hitze-Krisenstabs verlangt, der Maßnahmen ressortübergreifend koordinieren soll.

Forderungen der Grünen

Bei einem Pressetermin am Mittwoch, einen Tag nach den Maßnahmenankündigungen der Stadt, kritisierte Peter Kraus, Parteivorsitzender der Grünen Wien,, die Stadtregierung scharf. Er habe den Eindruck, dass die Stadtregierung im Sommer "abgetaucht ist". Seither sind mehrere Wochen vergangen, "passiert ist aber viel zu wenig", kritisierte Kraus. Sie müsse das Wegschauen beenden und "in die Gänge kommen", sagte Kraus.

Als Beleg für die Dringlichkeit verwiesen die Grünen auf die Hitzewelle in Westeuropa Ende Juni, die zu mehr als 10.000 zusätzlichen Todesfällen geführt habe. In Wien habe die Berufsrettung Ende Juni mit knapp viertausend Einsätzen die drei einsatzstärksten Tage ihrer Geschichte verzeichnet. SPÖ und NEOS hätten aus der vergangenen Hitzewelle Ende Juni nichts dazugelernt, so der Vorwurf der Grünen.