Wiens Altstadterhaltungsfonds, der seit 1972 im Rahmen der Altstadterhaltungsnovelle Sanierungen im historischen Stadtbild unterstützt, wird wegen der angespannten Budgetlage vorübergehend ausgesetzt.
Hintergrund des Fonds seit 1972
Die Stadt Wien legt den Altstadterhaltungsfonds, eines der traditionsreichsten Instrumente zur Pflege des historischen Stadtbildes, vorerst auf Eis. Wie die für Stadtbild und Kultur zuständige Ressortchefin am Dienstag bekannt gab, ruhen die Förderungen, bis die budgetäre Situation eine Wiederaufnahme zulässt. Damit steht Eigentümerinnen und Eigentümern von erhaltenswerten Altbauten kurzfristig kein Geld aus diesem Topf mehr zur Verfügung.
Der Altstadterhaltungsfonds wurde 1972 als Teil der Altstadterhaltungsnovelle eingerichtet. Ziel war und ist es, private und institutionelle Initiativen zur Erhaltung und fachgerechten Sanierung historisch wertvoller Bauten in Wien finanziell zu unterstützen. Über Jahrzehnte hinweg hat der Fonds maßgeblich dazu beigetragen, dass Fassaden, Dächer und kunsthistorisch bedeutsame Details in den Wiener Bezirken fachgerecht instand gesetzt werden konnten.
