Athen, 18 Juni 2026
Die Westfassade des Parthenon auf der Athener Akropolis ist nach rund 200 Jahren umfassender Restaurierungsarbeiten erstmals wieder vollständig sichtbar, wie die griechische Kulturministerin Lina Mendoni am Donnerstag bekanntgab.
Der antike Tempel, der seit etwa 25 Jahrhunderten über der griechischen Hauptstadt thront, präsentiert seine Westseite nach mehr als zwei Jahrhunderten erstmals wieder als geschlossene architektonische Einheit. Das äußere Gerüst an der Westseite des Tempels wurde dauerhaft entfernt, wie aus Mitteilungen des griechischen Kulturministeriums hervorgeht. Mendoni sprach von einem „historischen Moment“ für das Monument und den weltweiten Kulturerbe-Schutz.
Ein Giebel wird wieder zusammengeführt
Wie das Ministerium weiter erläuterte, sieht das Gebäude nun weitestgehend wieder so aus wie vor rund 220 Jahren, direkt nachdem … die Hälfte der noch vorhandenen Statuen und Friese des Tempels entfernt worden war. Die Wiederherstellung der architektonischen Einheit des Westgiebels war das ausdrücklich formulierte Ziel der Arbeiten. Mendoni sagte, die beiden neuen Steine schlössen nicht nur eine Lücke, sondern ermöglichten es, „die einzigartigen Proportionen und die geometrische Vollkommenheit der Westseite des Parthenon wieder zu sehen“.
