In den Verhandlungen der österreichischen Koalitionsparteien über die Verlängerung des Wehrdienstes zeichnet sich eine Einigung auf ein Modell von sechs Monaten Grundwehrdienst plus drei Monaten intensiver Milizausbildung ab.

Im Streit um die Wehrpflicht-Verlängerung könnte sich ein Ausweg auftun. Nach Informationen aus Koalitionskreisen rückt ein Kompromiss nach dem Muster sechs plus drei Monate in greifbare Nähe. Eine inoffizielle Ansage in der ÖVP lautet dazu: "Inoffizielle Ansage in der ÖVP: 3 Monate sind von 2 Monaten nicht so weit entfernt." Damit signalisiert die Volkspartei Bereitschaft, von der bisherigen Lieblingsvariante abzurücken.

Bisher hatten die Regierungsparteien ein sogenanntes Expertenmodell mit acht Monaten Grundwehrdienst plus zwei Monaten Waffenübungen bevorzugt. Kanzler Christian Stocker kann sich aber sehr wohl vorstellen, vom favorisierten Expertenmodell 8 Monate plus 2 Monate Waffenübungen abzugehen. Diese Öffnung gegenüber den übrigen Partnern wird als wesentliche Voraussetzung für eine Einigung gewertet.