Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Brüssel eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro gegen den chinesischen Onlinehändler Temu wegen Verstößen gegen den Digital Services Act verhängt.
Temu habe es versäumt, die Risiken illegaler Produkte auf seiner Plattform angemessen zu bewerten und dagegen vorzugehen, teilte die Kommission mit. Verbraucherinnen und Verbrauchern in der Europäischen Union würden auf Temu viel zu häufig illegale Waren angeboten.
Bei den illegalen Produkten handelt es sich den Angaben zufolge um gefälschte, gefährliche, giftige oder anderweitig umweltschädliche Waren. Die Kommission stützt ihre Erkenntnisse auf eigene Untersuchungen, Studien von Verbraucherschutzorganisationen und Testkäufe.
Gefährliche Produkte im Test
Ein sehr hoher Anteil an Kleinelektronik und Ladegeräten auf Temu fiel bei grundlegenden Sicherheitstests durch. Auch ein hoher Anteil an Babyspielzeug birgt demnach hohe Sicherheitsrisiken – darunter chemische Werte, die alle EU-Grenzwerte überschreiten, sowie ablösbare Kleinteile, die zum Ersticken führen könnten.
