Anhaltende Trockenheit, fehlende Winterfeuchte und ein niederschlagsarmes Frühjahr haben die Waldbrandgefahr in Wien nach Angaben der Stadt und der Berufsfeuerwehr auf ein akutes Niveau gehoben.
Die Böden in Wien sind nach Einschätzung der zuständigen Magistratsabteilung MA 49 derzeit sehr trocken. Eine fehlende Winterfeuchte und ein trockenes Frühjahr hätten laut MA 49 "enormen Stress" auf den Wald ausgeübt. Auch die Niederschläge der vergangenen Tage seien zu schnell und kurz gewesen, der Boden habe nicht ausreichend Wasser aufnehmen können.
Günther Annerl von der MA 49 beschrieb die Lage als ernst. Die Waldbrandgefahr sei in manchen Gebieten "wirklich dramatisch", sagte er. Er rief die Bevölkerung auf, die Gefahr ernst zu nehmen, und äußerte die Hoffnung, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt wissen würden, "was sie an den Wiener Wäldern hätten".
Lage in den Wiener Wäldern
Die Wiener Waldbrandverordnung vom 21. Mai 2026 bleibt unterdessen weiterhin aufrecht. Verboten sind Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer und Licht sowie die Entzündung von Feuer im Wald und dessen Gefährdungsbereich. Die Verordnung gilt bis auf weiteres und werde erst nach einer nachhaltigen Entspannung der Wettersituation wieder aufgehoben.
