Neubrandenburg, 16 Juli 2026
Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark hat sich auf rund 318 Hektar ausgebreitet; rund 370 Einsatzkräfte versuchen, das Feuer von außen einzudämmen, während ein Ende des Großbrands nicht absehbar ist.
Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark hält die Einsatzkräfte seit Montag in Atem. Wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg mitteilte, sind inzwischen rund 318 Hektar betroffen. Eine Entwarnung gab es bis zum Abend nicht.
Wegen der Trockenheit und des Windes hatte sich das Feuer rasch ausgebreitet. Es war offenbar in der Nähe des Aussichtsturms auf dem Käflingsberg entstanden. Die Rauchwolke war aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen.
Munition aus dem Boden erschwert Löscharbeiten
Im Brandgebiet explodiert immer wieder alte Munition, die sich auf einem früheren Truppenübungsplatz befindet. Dabei gehe es auch um größere Kaliber, sagte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Im Boden liegen noch Munitionsreste aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs und der DDR, darunter auch große Panzerabwehrminen. Deshalb dürfen die Einsatzkräfte das Brandgebiet nicht betreten und müssen einen Sicherheitsabstand von rund 1.000 Metern einhalten. Eine direkte Brandbekämpfung ist dadurch nicht möglich.
Deswegen kommen die Einsatzkräfte nicht direkt an den Brand heran. Sie versuchen stattdessen, das Feuer von außen einzudämmen. Den Einsatzkräften gelang es am Donnerstag, den Brand weitgehend einzukesseln. Mit sogenannten Kreisregnern wurde der Boden um die Brandherde bewässert. Teils soll der Boden bis in 15 Zentimeter Tiefe mit Wasser durchtränkt sein.
