Ein seit Donnerstag wütender Waldbrand in der andalusischen Provinz Almería hat mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet, etwa 1450 Menschen in die Flucht getrieben und eine Fläche von rund 6600 Hektar Wald und Buschland vernichtet.

Ausbruch und Ursache des Feuers

Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in einem Waldgebiet rund um die Gemeinde Los Gallardos und den nahegelegenen Weiler Bédar ausgebrochen, etwa 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería und rund 300 Kilometer nordöstlich von Málaga. Als Ursache wird eine herabgefallene Stromleitung vermutet, die in die ausgetrocknete Vegetation stürzte. Nach Angaben des gerichtsmedizinischen Instituts in Almería wurden DNA-Proben zur Analyse nach Madrid geschickt, um die Identität der Opfer zweifelsfrei festzustellen.

Die Flammen breiteten sich laut dem Regionalpräsidenten zeitweise mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern in zwei Stunden aus; am Freitag wurde sogar eine Ausbreitung von 100 Metern pro Minute gemessen. Viele der Todesopfer waren in der Nacht auf Freitag – wenige Stunden nach Ausbruch des Feuers – auf den Straßen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt. Sie wurden von den Flammen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen. Vier Menschen wurden in einem Auto gefunden; sie waren vermutlich auf der Flucht über ein ausgetrocknetes Bachbett ums Leben gekommen. Eine weitere Gruppe von neun Personen war laut Behörden in eine Sackgasse geflohen.