Ein Waldbrand an der spanischen Costa Brava hat die katalanischen Behörden dazu bewogen, rund 45.000 Einwohnerinnen und Einwohner aufzufordern, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.
Ein Waldbrand an der Costa Brava hat die Behörden in Katalonien am Wochenende in Alarmbereitschaft versetzt. Nach Angaben der Regionalregierung wurden rund 45.000 Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben, während sich die Flammen nahe der Küstenregion ausbreiten.
Was ist neu seit dem 4. Juli
Update vom 5. Juli 2026: Gegenüber dem Stand vom Vortag hat sich die Lage insofern zugespitzt, als die Behörden die Schutzmaßnahmen ausgeweitet haben. Waren zuvor einzelne Ortschaften evakuiert worden, gilt nunmehr für rund 45.000 Personen in den betroffenen Gemeinden eine ausdrückliche Empfehlung, die Häuser nicht zu verlassen. Die regionale Regierung von Katalonien hat zudem zusätzliche Einsatzkräfte aus anderen Teilen Spaniens angefordert.
Erstmals war das Feuer nach bisherigen Erkenntnissen in der Nähe von La Bisbal ausgebrochen. Die Costa Brava zählt zu den beliebtesten Urlaubsregionen Spaniens und ist in den Sommermonaten ein Anziehungspunkt für internationale Touristinnen und Touristen. Die zuständigen Stellen haben Strände und Campingplätze in den betroffenen Abschnitten gesperrt.
Lage an der Costa Brava
In Spanien toben derzeit mehrere Waldbrände gleichzeitig. Auch in der Region um den Bezirk Viseu auf der iberischen Nachbarhalbinsel Portugal kämpfen Einsatzkräfte gegen Flammen. Die spanische Regierung unter Pedro Sánchez hat über das europäische Katastrophenschutzverfahren gegenseitige Hilfe angeboten und bekommen.
Weitere Brände und Hilfsangebote
Die Wetterlage begünstigt die Brände: Anhaltende Hitze, Trockenheit und starker Wind haben die Vegetation in weiten Teilen der Mittelmeerregion besonders entzündlich gemacht. Meteorologinnen und Meteorologen warnen, dass sich die Bedingungen in den kommenden Tagen kaum verbessern werden.
Wetterlage und Warnungen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez äußerte sich am Samstagabend über soziale Medien und rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Er kündigte an, dass die Regierung die betroffenen Regionen mit allen verfügbaren Mitteln unterstützen werde. Der katalanische Regionalpräsident Salvador Illa leitete die Krisensitzungen vor Ort.
Politische Reaktionen
Die Polizei hat mehrere Straßen in den betroffenen Gebieten gesperrt, darunter auch wichtige Verbindungsstraßen entlang der Küste. Anwohnerinnen und Anwohner wurden über Lautsprecherdurchsagen und mobile Warn-Apps informiert. Krankenhäuser in der Region bereiten sich auf eine mögliche Zunahme von Atemwegserkrankungen durch die Rauchentwicklung vor.
Helferinnen und Helfer von Feuerwehr und Zivilschutz sind nach Angaben der katalanischen Behörden weiterhin im Dauereinsatz. Löschflugzeuge und Hubschrauber werfen Wasser über den Brandherden ab. Die Behörden bitten die Bevölkerung, Notrufnummern nicht durch Anrufe für allgemeine Informationen zu blockieren.
