Waldbrände in Südeuropa: Feuerwehr kämpft an mehreren Fronten gegen Flammen in Frankreich, Griechenland und Portugal
Paris, 05. Juli 2026
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Kurzfassung
In Südeuropa wüten zeitgleich schwere Waldbrände. An der französischen Mittelmeerküste, in den Pyrenäen, nahe Thessaloniki und im Norden Portugals sind tausende Einsatzkräfte im Einsatz. Tausende Menschen wurden evakuiert, zwei Menschen kamen in Griechenland ums Leben.
Waldbrände haben am Wochenende die Feuerwehren in mehreren südeuropäischen Ländern in Atem gehalten: In Südfrankreich, nahe der griechischen Hafenstadt Thessaloniki und im Norden Portugals kämpften tausende Einsatzkräfte gleichzeitig gegen die Flammen.
An der französischen Mittelmeerküste und in den Pyrenäen brachen in den vergangenen Tagen mehrere schwere Waldbrände aus. Mehr als 580 Feuerwehrleute waren nach Behördenangaben allein im Département Pyrénées-Orientales im Einsatz, rund 35 Kilometer westlich der Stadt Perpignan. Die Einsatzkräfte kämpften nach Behördenangaben gegen die Flammen auf einer Fläche von 930 Hektar. "Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz", hatte die Feuerwehr mitgeteilt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Brand in den französischen Pyrenäen, wo die Einsatzkräfte nach Behördenangaben gegen Flammen auf fast 1.000 Hektar kämpften. "Auch in den französischen Pyrenäen kämpften Einsatzkräfte auf fast 1.000 Hektar gegen Flammen." In Südost-Frankreich wurde zudem ein weiterer Waldbrand auf etwa 300 Hektar in einem unbewohnten Gebiet gemeldet. "Aus einem unbewohnten Gebiet in Südost-Frankreichs wurde ein weiterer Waldbrand auf etwa 300 Hektar gemeldet."
Besonders dramatisch verlief die Lage im Badeort Sainte-Marie-la-Mer südlich von Narbonne. "Nach dem Ausbruch eines neuen Feuers in Sainte-Marie-la-Mer seien fast 3000 Personen evakuiert worden, teilte am Donnerstagabend die Feuerwehr mit." Etwa die Hälfte der Betroffenen wurde den Angaben zufolge von Campingplätzen geholt, wo Dutzende Wohnmobile und 26 Bungalows durch die Flammen zerstört wurden. "Ungefähr die Hälfte der Betroffenen wurde von Campingplätzen geholt, wo Dutzende Wohnmobile und auch 26 Bungalows durch die Flammen zerstört wurden." Der Bürgermeister Edmond Jorda sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Das Feuer breitete sich angetrieben von starkem Wind rasend schnell aus" und brenne weiter.
Frankreich: 3000 Menschen evakuiert
Die Präfektur ordnete Evakuierungen an und wies die Bürgermeister an, Bewohner verstreut liegender Häuser im Rathaus zusammenzubringen, um sie notfalls schützen zu können. "Die Präfektur wies die Bürgermeister an, Bewohner von verstreut liegenden Häusern im Rathaus zusammenzubringen, um sie notfalls schützen zu können." Zwei Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten in Südfrankreich leicht verletzt: "Zwei Feuerwehrleute wurden dabei leicht verletzt."
In Griechenland wütete unterdessen ein schwerer Brand rund 20 Kilometer nordöstlich der Hafenstadt Thessaloniki. "Bei einem Wald- und Buschbrand rund 20 Kilometer nordöstlich der griechischen Hafenstadt Thessaloniki sind zwei Menschen ums Leben gekommen." Das Feuer brach aus noch unbekannter Ursache in niedriger Vegetation aus und breitete sich dann, angeheizt von starkem Wind, auf einen Pinienwald und Häuser der Ortschaft Lete mit 4.000 Einwohnern aus. "Das Feuer brach aus noch unbekannter Ursache in niedriger Vegetation aus und breitete sich dann, angeheizt von starkem Wind, auf einen Pinienwald und Häuser der Ortschaft Lete mit 4000 Einwohnern aus."
Die Einwohner von Lete wurden am Mittwoch per Warn-SMS zur Evakuierung aufgerufen. "Die Menschen wurden am Mittwoch per Warn-SMS aufgerufen, den Ort zu evakuieren." Auch im Vorort Oreokastro rückten die Flammen auf Wohnhäuser vor, wie die Behörden mitteilten: "Die Flammen rückten auch auf Wohnhäuser im Vorort Oreokastro zu." Die griechischen Behörden ordneten Evakuierungen an.
Griechenland: Zwei Tote und Brände in Industrieanlagen
In der Industrieregion nahe Thessaloniki loderten nach Angaben der Einsatzkräfte zudem eine Recyclinganlage und eine Textilfabrik. "In Griechenland loderte nahe der Großstadt Thessaloniki ein heftiges Feuer in einer Recyclinganlage und einer Textilfabrik." Aus der Recyclinganlage stieg dichter Rauch auf und hüllte weite Teile der Stadt ein. "Aus der Recyclinganlage stieg dichter Rauch auf und hüllte weite Teile der Stadt ein. Überall in Thessaloniki roch es nach verbranntem Plastik." Wegen der möglicherweise giftigen Dämpfe riefen die Behörden die Einwohner auf, die Fenster geschlossen zu halten: "Weil der Rauch giftig sein könnte, riefen die Behörden die Einwohner auf, die Fenster geschlossen zu halten."
Trotz der akuten Lage vor Ort schätzte der griechische Zivilschutz das landesweite Risiko als begrenzt ein. "Die Waldbrandgefahr in Griechenland hält sich derzeit laut griechischem Zivilschutz noch in Grenzen, zumal das Land nicht der Hitzewelle ausgesetzt war, die unter anderem in Österreich wütete." Allerdings herrschen örtlich für die Jahreszeit typische starke Winde, die kleine Feuer zu gewaltigen Wald- und Buschbränden anheizen können. "Allerdings herrschen örtlich für die Jahreszeit typische starke Winde, die kleine Feuer zu gewaltigen Wald- und Buschbränden anheizen können und die Löscharbeiten erschweren." Für mehrere bei Touristen beliebte griechische Regionen – darunter Athen und Kreta – galt wegen hoher Temperaturen und heftigen Winds die zweithöchste Warnstufe: "Für mehrere bei Touristen beliebte griechische Regionen galt am Sonntag aufgrund hoher Temperaturen und heftiger Winde die Warnstufe Orange wegen 'sehr hoher' Waldbrandgefahr."
Im Norden Portugals kämpften die Einsatzkräfte unterdessen seit Mittwoch gegen einen weiteren Großbrand. "Auch im Nachbarland Portugal wütet seit Mittwoch ein Waldbrand." "Im Norden Portugals bekämpften Feuerwehrleute einen Brand, bei dem seit Donnerstag mindestens 13.000 Hektar Land vernichtet wurden." Bereits am Samstag waren rund tausend Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von 380 Fahrzeugen sowie acht Flugzeugen oder Hubschraubern. "Rund tausend Feuerwehrleute, unterstützt von 380 Fahrzeugen sowie acht Flugzeugen oder Hubschraubern, waren am Samstag im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen." Am Sonntag war die Lage laut Zivilschutz aber weitgehend unter Kontrolle: "Am Sonntag war die Lage laut Zivilschutzes aber weitgehend unter Kontrolle." Mindestens neun Menschen wurden verletzt: "Mindestens neun Menschen wurden verletzt."
Portugal: Internationale Hilfe angefordert
Die portugiesischen Behörden hatten am Freitag beschlossen, den europäischen Katastrophenschutzmechanismus sowie bilaterale Abkommen mit Spanien und Marokko für Verstärkungen zu aktivieren. "Die portugiesischen Behörden hatten am Freitag beschlossen, den europäischen Katastrophenschutzmechanismus sowie bilaterale Abkommen mit Spanien und Marokko für Verstärkungen zu aktivieren." Spanische Soldaten waren am Samstag im Einsatz, um die Löscharbeiten zu unterstützen: "Spanische Soldaten waren am Samstag im Einsatz, um die Löscharbeiten zu unterstützen." Die Feuerwehr erwartete zugleich einen "schwierigen Tag", vor allem wegen einer neuen Hitzewelle: "Die Feuerwehr erwartete aber einen 'schwierigen Tag', vor allem wegen einer neuen Hitzewelle."
Auch in Spanien brannte es: Nahe der Costa Brava in der nordöstlichen Region Katalonien war das Feuer am Freitag in der Früh in der Nähe der Gemeinde La Bisbal d'Empordà ausgebrochen. "Das Feuer in Spanien war Freitag in der Früh in der Nähe der Gemeinde La Bisbal d'Empordà in der nordöstlichen Region Katalonien ausgebrochen." Bis Samstagfrüh vernichteten die Flammen etwa 2.200 Hektar Vegetation in einem Naturschutzgebiet. "Bis Samstag früh vernichteten die Flammen etwa 2.200 Hektar Vegetation, wie die katalanische Feuerwehr mitteilte." Etwa 400 Feuerwehrleute und zehn Löschflugzeuge waren im Einsatz: "Etwa 400 Feuerwehrleute und zehn Löschflugzeuge waren im Einsatz." Am 4. Juli brachten Feuerwehrleute den Waldbrand nahe der spanischen Region Costa Brava teilweise unter Kontrolle: "Feuerwehrleute haben einen Waldbrand nahe der spanischen Region Costa Brava am 4. Juli teilweise unter Kontrolle gebracht."
Spanien: Großbrand nahe der Costa Brava
Die meteorologischen Bedingungen begünstigen die schnelle Ausbreitung der Brände. "Hitze, ausgetrocknete Vegetation und starker Wind schaffen derzeit ideale Bedingungen für eine rasche Ausbreitung von Flächenbränden." Spanien ist nach Einschätzung von Fachleuten besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. "Spanien ist besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen." Im vergangenen Jahr zerstörten Waldbrände in Spanien nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems fast 400.000 Hektar Vegetation, acht Menschen kamen ums Leben. "Im vergangenen Jahr zerstörten Waldbrände in dem Land nach Angaben des europäischen Waldbrandinformationssystems fast 400.000 Hektar Vegetation, acht Menschen kamen ums Leben." Einen historischen Bezug lieferte zudem die Zahl von 2017: "2017 starben bei Bränden mehr als hundert Menschen."
Klimawandel und Hitzewellen verschärfen die Lage
Die Behörden mehrerer Länder riefen die Bevölkerung auf, das Brandgebiet nicht zu betreten. "Die Bewohner der Region wurden angewiesen, das Brandgebiet nicht zu betreten." Die Großbrände in Südfrankreich, Griechenland, Portugal und Spanien machen deutlich, wie verwundbar die Region in Hitzesommern ist. Die zuständigen Einsatzleitungen rechneten mit einer weiteren Verschärfung der Lage, sollten Temperaturen und Wind nicht spürbar nachlassen.
Fragen & Antworten
Wo wüten aktuell die schlimmsten Waldbrände in Südeuropa?
Die schwersten Brände betreffen derzeit Südfrankreich – vor allem die Pyrénées-Orientales und Sainte-Marie-la-Mer –, den Großraum Thessaloniki in Griechenland, den Norden Portugals sowie die Region nahe der Costa Brava in Spanien.
Wie viele Menschen sind in Griechenland ums Leben gekommen?
Nach Angaben der Behörden sind bei dem Wald- und Buschbrand rund 20 Kilometer nordöstlich von Thessaloniki zwei Menschen ums Leben gekommen.
Welche Hilfe ist im Einsatz und welche Länder unterstützen?
Tausende Feuerwehrleute und Hunderte Fahrzeuge sowie Löschflugzeuge sind im Einsatz; Portugal hat den europäischen Katastrophenschutzmechanismus aktiviert, spanische Soldaten unterstützen die Löscharbeiten, und auch bilaterale Abkommen mit Marokko sind angelaufen.
Waldbrände Südeuropa: Einsatz in Frankreich, Griechenland | finanz360