Brasília, 03 Juli 2026

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat am Freitag zum Abschluss seiner viertägigen Südamerikareise in Brasília eine rasche Aufstockung des deutschen Rohstofffonds für seltene Erden und kritische Mineralien gefordert und das EU-Mercosur-Handelsabkommen als „Gamechanger" bezeichnet.

Hintergrund: Das EU-Mercosur-Abkommen

Wadephul traf am letzten Tag seiner Reise durch Paraguay, Argentinien und Chile in der brasilianischen Hauptstadt mit seinem Amtskollegen Mauro Vieira zusammen. Im Zentrum der Gespräche stand die Umsetzung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur, dem neben Brasilien auch Argentinien, Paraguay und Uruguay angehören. Das Abkommen war Anfang Mai vorläufig in Kraft getreten und zielt darauf, durch den schrittweisen Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu stärken.

Der CDU-Politiker würdigte die Vereinbarung als „Gamechanger" und verwies zugleich auf den geopolitischen Wettbewerb. „China ist schon da, die Vereinigten Staaten von Amerika kommen gerade an", sagte Wadephul. Die Vertragstaaten sähen „jetzt eine große Chance in einer weiteren und engen Zusammenarbeit. Und daran müssen wir jetzt eben halt auch konkret arbeiten." Mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Europa und dem Mercosur fügte er hinzu: „Deswegen dürfen wir jetzt nicht allzu lange in der Wartehalle bleiben, sondern müssen vorangehen."