Im US-Kongress formiert sich wachsender Widerstand gegen Donald Trumps Iran-Politik, während Sicherheitsexperten die Schutzeskorte für Tanker in der Straße von Hormus als unzureichend kritisieren.
Im amerikanischen Kongress mehren sich die Stimmen aus den eigenen Reihen der Republikaner, die den Kurs des Präsidenten im Konflikt mit Iran offen infrage stellen. Abgeordnete werfen Trump vor, die militärische Eskalation nicht klar zu begründen und die Folgen für die regionale Stabilität sowie die Weltwirtschaft zu unterschätzen. Der Unmut richtet sich dabei sowohl auf die Strategie im Konflikt mit Teheran als auch auf den Umgang mit den Seehandelsrouten am Persischen Golf.
Der israelische Sicherheitsexperte Danny Citrinowicz, einst Offizier der israelischen Marine, formulierte die zentrale Schwachstelle der bisherigen Schutzmaßnahmen. „Tanker nachts mit ausgeschalteten Transpondern und unter dem Schutz des US-Militärs durch die Meerenge zu bringen, ist nicht dasselbe, wie die Straße von Hormus zu kontrollieren oder den Zustand vor dem Krieg wiederherzustellen“, schrieb er. Damit greift er eine Kritik auf, die in Washington in den vergangenen Tagen lauter geworden ist: Die nächtlichen Eskorten mögen kurzfristig Schiffsversicherer und Reedereien beruhigen, sie beantworten jedoch nicht die Frage, wie die freie Durchfahrt dauerhaft gesichert werden soll.
