Bregenz, 02 August 2026

Das Land Vorarlberg hat am Samstag die Entnahme eines Wolfs in der Region Tschaggun verfügt, weil Spuren einen Wolfsriss an einem Jungrind belegen.

Die Entscheidung fiel nach einer Begutachtung des Kadavers und der Fundstelle durch Sachverständige des Landes. Wie das Land Vorarlberg in einer Aussendung mitteilte, sprächen das festgestellte Riss- und Fraßbild sowie die Spurenlage mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für einen Wolfsriss; „andere Ursachen“ seien ausgeschlossen worden.

Konkret betroffen ist ein Jungrind, das in der Region Tschaggun gerissen wurde. Der Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl von Nutztierrissen im Alpenraum ein, die seit Jahren Diskussionen über den Umgang mit zurückkehrenden Großraubtieren auslösen.

Hintergrund: Ein Wolfsriss mit klarer Spurenlage

Landesrat Christian Gantner begründete den Abschuss mit den Erfahrungen aus früheren Verfahren, bei denen Herdenschutzmaßnahmen allein nicht ausreichten, um Weidetiere wirksam zu schützen. Die nunmehrige Verfügung sehe vor, dass der Wolf in dem genau bezeichneten Gebiet entnommen werden darf.