Bonn, 05 Juni 2026
Die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn, Teil der Autobahn A565, ist am Mittwochnachmittag, 3. Juni 2026, von der Autobahn GmbH bis auf Weiteres voll gesperrt worden, nachdem Gutachter Risse im Beton und Korrosion am Bewehrungsstahl der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt hatten.
Hintergrund: Vom Lkw-Verbot zur Vollsperrung
Die Sperrung erfolgte nach Angaben der Autobahn GmbH, weil die bereits im Februar verhängte Beschränkung für Lastwagen über 7,5 Tonnen nicht ausreichte, um weitere Schäden an dem 660 Meter langen Bauwerk zu verhindern. Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir erhoffen uns, in den nächsten zwei Wochen ein umfassendes Schadens- und Lagebild zu haben, um daraus ableiten zu können, was mit dem Bauwerk passiert." Mehrere Gutachter seien bereits im Einsatz, um den Zustand der Brücke zu bewerten.
Die Autobahn GmbH erklärte, die Sicherheit der Menschen, die täglich über die Brücke fahren, sei nicht verhandelbar. Auch Bundesverkehrsminister Schnieder kündigte eine rasche Klärung an: „Wir werden jetzt so schnell wie möglich klären, welche Belastung die Brücke noch aushält und wie das weitere Vorgehen sein kann." Schnieder plant, sich am Freitagnachmittag, 5. Juni 2026, persönlich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.
