Die Bonner Nordbrücke (Friedrich-Ebert-Brücke) auf der A565 ist seit Mittwoch, dem 3. Juni 2026, ab 15:00 Uhr wegen gravierender Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke vollständig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.
Hintergrund: Bauwerk aus den 1960er-Jahren
Die Autobahn GmbH ordnete die sofortige Vollsperrung an, nachdem aktuelle Brückeninspektionen zahlreiche Schäden und statische Probleme am Tragwerk des Bauwerks aus den 1960er-Jahren offengelegt hatten. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens zwei Abschnitte der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost. Damit ist die mit etwa 660 Metern Länge und einer Schrägseil-Konstruktion wichtigste Ost-West-Verbindung im Raum Bonn/Rhein-Sieg in Nordrhein-Westfalen auf unbestimmte Zeit unterbrochen.
Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH, begründete den Schritt mit einem klaren Vorrang der Verkehrssicherheit: „Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar.“ Er kündigte zugleich an, dass eine abschließende Bewertung erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen könne: „Bis dahin bleibt die Brücke gesperrt.“ Die Sperrung, so Brandenburger, werde „erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region haben“.
