Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat eine Initiative angekündigt, um reimportierte Simson-Mopeds in Deutschland wieder mit Tempo 60 fahren zu lassen, und kündigt dazu Gespräche mit der EU in Brüssel an.

Die Zweiräder der Marke Simson sind in Ostdeutschland seit Jahrzehnten ein Kultobjekt. Modelle wie Schwalbe, Star, Sperber und S50/51 wurden einst im thüringischen Suhl in der DDR produziert. Eine kleine Nachproduktion endete 2002. Bis heute sind nach Schätzungen zehntausende Simson-Mopeds im Straßenverkehr unterwegs, vor allem in ländlichen Regionen Ostdeutschlands.

Hintergrund: Kultobjekt aus der DDR

Der Hintergrund der Initiative ist eine rechtliche Schieflage: Simson-Mopeds, die bereits in der DDR zugelassen waren, dürfen auf Grundlage einer Sonderregelung im Einigungsvertrag 60 km/h fahren. Reimportierte Fahrzeuge müssen sich dagegen an die EU-weite Moped-Grenze von 45 km/h halten. Voigt sagte der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt: „Die Situation ist allerdings schwierig“ und kündigte an: „Wir sind da weiter dran“.