Am Frankfurter Flughafen sind vier Beschäftigte an Malaria erkrankt, vermutlich infiziert durch eine mit einem Flugzeug eingeschleppte Anophelesmücke aus einem Malariagebiet.
Die erkrankten Personen arbeiten am Frankfurter Flughafen und haben sich nach bisherigem Kenntnisstand nicht in einem klassischen Malaria-Endemiegebiet aufgehalten. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht daher davon aus, dass die Übertragung am Flughafen selbst stattgefunden hat. Als wahrscheinlichste Ursache gilt eine Mücke der Gattung Anopheles, die mit einem Flugzeug aus einem Malariagebiet eingereist ist und am Flughafengelände gestochen hat.
Was ist Flughafenmalaria?
Bei der hier vorliegenden Form spricht man von einer sogenannten Flughafenmalaria oder importierten Malaria. Sie tritt auf, wenn infizierte Mücken per Luftfracht in Regionen gelangen, in denen die Krankheit sonst nicht vorkommt, und dort Menschen stechen. Da die heimische Anophelespopulation in Mitteleuropa in der Regel nicht als Überträger auftritt, bleiben solche Fälle in Deutschland selten.
