Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat am Dienstag in Berlin seinen Jahresbericht für 2025 vorgestellt, wonach das extremistische Personenpotenzial in Deutschland so hoch ist wie nie zuvor.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Sinan Seelen, präsentierten den Verfassungsschutzbericht 2025 in Berlin. Demnach ist die Zahl der Menschen, die dem gesamten extremistischen Spektrum zugerechnet werden, auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Neue Beobachtungsobjekte kamen nicht hinzu; die Zunahme speist sich aus dem Wachstum bereits erfasster Szenen.

Im rechtsextremistischen Bereich beziffert das BfV das Potenzial auf rund 58.700 Anhänger, was einem Anstieg um mehr als 8.000 Personen gegenüber dem Vorjahr (50.250) entspricht. Davon werden 15.600 als gewaltbereit eingestuft, leicht mehr als 2024 (15.300). Die meisten dieser Rechtsextremisten ordnen die Verfassungsschützer der AfD zu, die im Oktober 2025 nach eigenen Angaben 70.000 Mitglieder zählte. Rund 28.000 AfD-Anhänger werden laut BfV der rechtsextremen Szene zugerechnet; die Partei wird vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall für verfassungsfeindliche Bestrebungen geführt, ein Gericht hatte die im Vorjahr erfolgte Hochstufung zum "gesichert rechtsextremen" Verdachtsfall im Eilverfahren zunächst gekippt, das Hauptverfahren läuft.