Der Verfassungsschutz in Brandenburg hat die Zahl der Rechtsextremisten im Land auf einen neuen Höchststand von 5.890 Personen beziffert – ein Anstieg um 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus dem am Freitag in Potsdam vorgestellten Verfassungsschutzbericht für 2025 hervorgeht.
Hintergrund: Zahlen und Einstufungen
Den Bericht präsentierten Innenminister Jan Redmann (CDU) und Verfassungsschutzpräsident Wilfried Peters. Demnach stieg das sogenannte Personenpotenzial im Bereich Rechtsextremismus im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Der Verfassungsschutz zählt zu diesem Potenzial unter anderem Mitglieder und Unterstützer entsprechender Parteien, Kameradschaften und lose Netzwerke.
Nach Angaben des Verfassungsschutzpräsidenten fließen in die Gesamtzahl auch sämtliche Mitglieder der Brandenburger AfD ein. Die Partei und ihre Jugendorganisation Generation Deutschland werden vom Inlandsnachrichtendienst als zentrale Akteure des Rechtsextremismus eingestuft. Der Verfassungsschutz stuft die AfD bereits seit dem vergangenen Jahr als gesichert rechtsextrem ein.
