Berlin, 07 September 2026

Nach antisemitischen Songzeilen bei einer Veranstaltung der Neuköllner Linken prüft die Polizei den Vorfall, während der Berliner Verfassungsschutz Aussagen zu einer möglichen Beobachtung des Bezirksverbands mit Verweis auf seine Neutralitätspflicht vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September ablehnt.

Der Vorfall ereignete sich bei einem Event des Bezirksverbands Die Linke Neukölln, bei dem nach Teilnehmerangaben Songzeilen mit antisemitischem Inhalt gefallen sein sollen. Die Polizei bestätigte, dass Ermittlungen aufgenommen wurden, um den genauen Ablauf und die Verantwortlichkeit zu klären. Einzelheiten zu den konkreten Textpassagen wurden zunächst nicht öffentlich gemacht.

Die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus richtete in diesem Zusammenhang eine Anfrage an den Verfassungsschutz und wollte wissen, ob der Bezirksverband Die Linke Neukölln beobachtet wird oder als extremistischer Bestrebung zugeordnet ist. Der Leiter der Verfassungsschutzabteilung, Michael Fischer, lehnte es am Montag ab, diese Frage zu beantworten. Er verwies auf die Neutralitätspflicht seiner Behörde im Vorfeld einer Wahl.