Bei einer Kundgebung der Linken in Berlin-Neukölln unter dem Titel „Yalla Yalla Intifada" wurden am Samstag Aufrufe zur Gewalt gegen Juden laut, woraufhin sich die Bundespartei umgehend von der Veranstaltung distanzierte.
Hintergrund: Was bedeutet „Intifada"?
Die als „Yalla Yalla Intifada" beworbene Kundgebung fand im Neuköllner Schillerkiez statt und war über die offiziellen Kanäle der Neuköllner Linken als Wahlkampftermin angekündigt worden. Nach Augenzeugenberichten und übereinstimmenden Medienberichten skandierten Teile des Publikums Parolen, die sich direkt gegen Jüdinnen und Juden richteten. Auf Bannern und in Redebeiträgen wurde der Begriff „Intifada" verwendet, der für die gewaltsamen palästinensischen Aufstände gegen die israelische Besatzung in den Jahren 1987 bis 1993 sowie 2000 bis 2005 steht.
Die Veranstalterin Elif Eralp warb im Vorfeld für ein „Fest der palästinensischen Befreiung" und trat auch selbst auf der Bühne auf. Musikalisch trat der palästinensische Rapper Dahabflex auf. In Sprechchören und auf Transparenten wurde nach Berichten von Reportern auch die Parole „Khaybar, Khaybar, ya Yahud" gerufen, die sich historisch gegen Juden richtet und in der islamistischen Szene als Aufruf zur Gewalt verstanden wird.
