Frankfurt/Dublin, 29 Juni 2026

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat dem irischen Billigflieger Ryanair vorgeworfen, während der laufenden Tarifverhandlungen für die deutschen Piloten mit Disziplinarmaßnahmen gegen einzelne Gewerkschaftsmitglieder Druck aufzubauen.

Hintergrund des Tarifkonflikts

Nach Angaben der Gewerkschaft seien „einzelne Mitglieder der Verhandlungskommission sowie weitere gewerkschaftsnahe Beschäftigte mit Disziplinarmaßnahmen konfrontiert worden“. Die Vereinigung Cockpit (VC) lässt die Gespräche inzwischen durch professionelle Verhandlungsführer und juristische Berater begleiten. VC-Präsident Andreas Pinheiro begründete diesen Schritt als „notwendige Reaktion auf die persönliche Belastung der betroffenen Beschäftigten“.

Ryanair wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, „zu Einzelfällen werde man sich nicht äußern“. Die Airline verwies zudem auf neue Fünfjahresverträge, die kürzlich in Italien, Rumänien und Dänemark abgeschlossen worden seien. Zudem sei der Konzern „Europas größter Billigflieger“, betonte das Unternehmen.