Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag Beschäftigte im Berliner Einzelhandel zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen für den Handel in Berlin und Brandenburg am Montag ohne Ergebnis geblieben waren.

Zu den bestreikten Unternehmen zählen nach Verdi-Angaben Rewe, Penny, Rewe Logistik, Metro, Kaufland, Hit, Ikea, Douglas, H&M, Zara und Primark. Beschäftigte aus dem Lebensmittelbereich gehören ebenfalls zu den Streikenden. Verdi begründet den Schritt mit dem Verlauf der dritten Verhandlungsrunde, die am Montag ergebnislos endete.

Forderungen und Angebot im Überblick

Die Gewerkschaft fordert in der laufenden Tarifrunde sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 225 Euro pro Monat, bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt Verdi 250 Euro mehr pro Monat in jeder Lohngruppe sowie 150 Euro mehr pro Ausbildungsjahr für Auszubildende. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt zwei Prozent Lohnerhöhung plus weitere 1,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren angeboten; im Großhandel lag das Angebot bei null Monaten im ersten Jahr und 1,8 Prozent Steigerung.