Wien, 03 Juni 2026
Die siebente Verhandlungsrunde im Kollektivvertrag der österreichischen Chemieindustrie für rund 50.000 Beschäftigte ist nach 14 Stunden ohne Ergebnis unterbrochen worden, die Gewerkschaften PRO-GE und GPA kündigten ausgeweitete Streiks an.
Hintergrund: Streit um Lohnabschluss
Die Verhandlungen hatten am Dienstagmorgen begonnen und zogen sich insgesamt 14 Stunden hin, ehe sie in der Nacht auf Mittwoch unterbrochen wurden. Ein neuer Verhandlungstermin wurde bislang nicht fixiert. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA erklärten daraufhin, die Streiks ab der kommenden Woche deutlich auszuweiten. Geplant sind demnach temporäre Arbeitsniederlegungen von bis zu acht Stunden in den Betrieben der Branche.
Bereits in der Woche davor hatten die Gewerkschaften zu mehreren zweistündigen Warnstreiks aufgerufen. Diese fanden unter anderem bei Boehringer Ingelheim, im Chemiepark Linz, bei Lenzing und bei Octapharma statt. Mit der Eskalation der Streiks will die Arbeitnehmerseite den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, die sich hinter dem Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) versammelt hat.
