Sozial- und Kommunalverbände in Deutschland fordern von der Bundesregierung einen Hitzeschutz-Gipfel sowie eine Änderung des Grundgesetzes, um den Schutz vor Extremhitze verbindlich zu regeln.

Angesichts steigender Temperaturen und wiederkehrender Hitzewellen haben mehrere Verbände und Kommunalvertreter die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einem nationalen Hitzeschutz-Gipfel sowie nach einer Änderung des Grundgesetzes, die den Schutz vor Hitze als staatliche Aufgabe festschreibt.

Der Sozialverband VdK Deutschland zählt nach eigener Darstellung zu den Initiatoren des Appells. Er verweist auf die gesundheitlichen Risiken hoher Temperaturen, insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke und pflegebedürftige Personen. Auch der Deutsche Städtetag unterstützt die Forderung nach einem bundesweit abgestimmten Vorgehen.

Was die Verbände konkret fordern

Befürworter einer Grundgesetzänderung argumentieren, dass Hitzeschutz bislang vor allem Ländersache sei und dadurch uneinheitlich gehandhabt werde. Eine bundesweite Verankerung solle Mindeststandards in Städten und Gemeinden sicherstellen, etwa bei der Versorgung in Pflegeeinrichtungen, der Ausstattung öffentlicher Gebäude und der Planung von Grünflächen.