Ellwangen, 28 Juli 2026
Der Batteriehersteller Varta hat am Dienstag in Ellwangen den Wechsel vom geplanten Eigenverwaltungsverfahren in ein reguläres Insolvenzverfahren für die Muttergesellschaft Varta AG und die Knopfzelltochter Varta Microbattery bekanntgegeben und steuert damit auf eine Zerschlagung des Konzerns zu.
Mit der Entscheidung rückt das Unternehmen von seinem ursprünglichen Konzept einer Sanierung in Eigenregie ab, das noch eine eigenständige Restrukturierung unter Aufsicht eines Sachwalters vorgesehen hatte. Stattdessen übernimmt nun der Mannheimer Anwalt Tobias Wahl die Rolle des Insolvenzverwalters und damit die operative Kontrolle über das Verfahren.
Varta begründete den Schritt mit deutlich verschlechterten Marktbedingungen, einer schwächeren Nachfrage, negativen Währungseffekten und dem Aus eines wichtigen Kunden. Dabei verwies das Unternehmen ausdrücklich auf den Wegfall eines Großauftrags von Apple, das wiederaufladbare CoinPower-Knopfzellen für seine AirPods künftig aus China beziehen wird statt aus dem bayerischen Werk in Nördlingen.
