Der schwäbische Batteriehersteller Varta hat am Freitag beim Amtsgericht Stuttgart Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt; die Gehälter der rund 3.260 Beschäftigten sind nach Unternehmensangaben vorerst gesichert.

Antrag in Eigenverwaltung und die Rolle des Gerichts

Die Varta AG mit Sitz in Ellwangen reichte den Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung am Freitag ein, wie das Amtsgericht Stuttgart bestätigte. Eine Sprecherin des Gerichts erklärte, die Anträge würden derzeit von der zuständigen Richterin geprüft. Betroffen sind neben der Muttergesellschaft Varta AG die Varta Microbattery GmbH, die Varta Micro Production GmbH und die Varta Storage GmbH. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele davon am Stammsitz in Ellwangen.

Im Verfahren der Eigenverwaltung bleibt der Vorstand im Amt und führt das Unternehmen unter Aufsicht eines vom Gericht bestellten Sachwalters weiter. Das Ziel der Eigenverwaltung sei, so das Unternehmen, die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens zu sichern und eine nachhaltige Fortführung des Betriebs zu ermöglichen. „Der Vorstand arbeite ‚mit aller Kraft daran, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, eine nachhaltige Fortführung zu ermöglichen und für alle Stakeholder die bestmöglichen Perspektiven zu schaffen‘“, hieß es in einer Mitteilung.