Die USA haben am Montag die Lockerung von Sanktionen für russisches Öl um weitere 30 Tage verlängert. Dies betrifft auch Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte, wie das US-Finanzministerium bestätigte.

Hintergrund der Sanktionslockerung

Die Ausnahmen gelten nicht für russische Öllieferungen in den Iran, nach Kuba und Nordkorea sowie in von Russland besetzte Gebiete der Ukraine, einschließlich der Krim. Die USA hatten die Sanktionen gegen Russland erstmals im März gelockert, als die Blockade der Straße von Hormus zu steigenden Ölpreisen führte. Diese Maßnahme war ursprünglich als temporäre Lösung gedacht, wurde jedoch bereits im April um einen Monat verlängert.

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) hat Russland seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft fast verdoppelt, insbesondere durch Exporte nach China und Indien. Kritiker bemängeln, dass die Lockerung Russland finanziell stärkt, da die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine genutzt werden.