Die USA und Iran stehen nach Angaben beider Seiten unmittelbar vor der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des seit Februar laufenden Krieges, das noch heute virtuell unterzeichnet werden soll.

Vermittlung und Unterzeichnungsmodus

Das iranische Außenministerium erklärte am Samstag, eine Einigung sei näher als je zuvor. Außenamtssprecher Esmail Baghai sagte laut Staatssender IRIB: „One has never been so close to an agreement." Er ergänzte, den genauen Zeitpunkt der Unterzeichnung solle man abwarten, „denn aufgrund der Unbeständigkeit der Gegenseite ist Vorsicht geboten." Auch der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif schrieb auf der Plattform X, man sei näher an einem Friedensabkommen als je zuvor und „zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird."

Das pakistanische Außenministerium kündigte auf X eine virtuelle Unterzeichnungszeremonie für den heutigen Tag an. Wie das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-Beamte und Quellen in vermittelnden Staaten berichtete, ist der virtuelle Modus vor allem logistischen Gründen geschuldet: Vizepräsident JD Vance müsse rechtzeitig in die USA zurückkehren können, bevor US-Präsident Trump am Montagmorgen zum G7-Gipfel nach Évian-les-Bains in Frankreich aufbricht. Iranische Vertreter teilten am Samstag mit, dass in den nächsten ein bis zwei Tagen keine Reisen nach Genf oder Islamabad geplant seien.