Washington/Teheran, 14. Juli 2026

Im eskalierten Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump die USA zum «Wächter» der wichtigsten Ölschiffahrtsroute der Welt erklärt und eine Gebühr von 20 Prozent des Warenwerts auf alle Transporte angekündigt, woraufhin iranische Streitkräfte zwei Tanker der Vereinigten Arabischen Emirate angriffen.

Die Spannungen zwischen Washington und Teheran haben sich nach der Tötung des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei durch die USA und Israel drastisch zugespitzt. Am Wochenende griff das iranische Militär nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Öltanker in der Straße von Hormus mit Marschflugkörpern an. Ein indisches Besatzungsmitglied wurde getötet, acht weitere Personen verletzt. Die Schiffe gehörten den Emiraten, einem Verbündeten der USA.

Angriffe und Eskalation

Trump erklärte daraufhin über seine Plattform Truth Social, die USA seien fortan der «Wächter der Straße von Hormus». In einem Radiointerview deutete er zudem an, die US-Streitkräfte könnten in Kürze die unterirdische Anlage «Pickaxe Mountain» in der Nähe der Atomanlage Natanz angreifen. Er bezeichnete das Ziel als möglichen Ort für einen «großen, fetten» Angriff, der «relativ bald» erfolgen werde. Das US-Militär flog bereits in der dritten aufeinanderfolgenden Nacht Angriffe auf iranische Küstenverteidigungssysteme sowie Drohnen- und Raketenstellungen. Die neue Angriffswelle wurde am Dienstagmorgen für beendet erklärt.