Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in der Nacht auf Samstag erneut iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen und damit den zweiten Vergeltungsschlag gegen den Iran seit dem Rahmenabkommen von Mitte Juni ausgeführt.

Erst in der Nacht auf Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben. Wie das zuständige Regionalkommando Centcom mitteilte, waren mehrere Ziele betroffen. "Mehrere Ziele - darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur - seien angegriffen worden", hieß es. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen.

Am Samstag hatte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitgeteilt, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen US-Beamten. Laut Centcom handelte es sich bei dem Schiff um die unter panamaischer Flagge fahrende "Kiku". Die genauen Hintergründe dieses Vorfalls blieben aber zunächst unklar.