Das US-Militär hat in der Nacht zum Freitag nach eigenen Angaben die sechste Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen, während Teheran mit massiven Gegenschlägen droht und Golfstaaten erneut unter Beschuss gerieten.

Die Angriffe richteten sich nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom gegen militärische Ziele im Iran. Man habe Dutzende „militärische Ziele" mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung. Das Ziel sei gewesen, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen", teilte Centcom auf X mit.

Ziele der Angriffe

Unter den getroffenen Zielen befanden sich nach Medienberichten auch Brücken. Die Kahurestan-Brücke liegt an der Route, die die Hafenstadt Bandar Abbas mit der Stadt Schiras weiter nordwestlich verbindet und gilt laut der „New York Times" als eine wichtige Route zwischen der Küste des Persischen Golfs und dem südlichen Landesinneren des Irans. Bandar Abbas beherberge einen Marinestützpunkt der mächtigen Iranischen Revolutionsgarden und sei von entscheidender Bedeutung für die Fähigkeit des Irans, in der Straße von Hormus Macht auszuüben, schrieb das „Wall Street Journal".

Mit den Angriffen auf Brücken sollten demnach Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt an der Straße von Hormuz unterbrochen werden. Auch ein Flughafen im Iran wurde nach Berichten getroffen. Das Pentagon erklärte, das US-Militär greife Militärziele an. Die USA erklärten zudem, die jüngste Angriffswelle sei abgeschlossen.