Washington, 04 Juni 2026
Die US-Regierung hat am Donnerstag Sanktionen gegen den kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel, dessen Frau Lis Cuesta Peraza, den Stiefsohn Manuel Anido Cuesta sowie mehrere Mitglieder der Castro-Familie verhängt.
Hintergrund der Sanktionen
Wie das US-Finanzministerium am Tag der Veröffentlichung mitteilte, wurde Díaz-Canel auf eine zentrale Sanktionsliste gesetzt. Damit können seine in den USA befindlichen Vermögenswerte eingefroren werden, und US-amerikanischen Personen sowie Unternehmen werden Geschäftsbeziehungen zu den Betroffenen untersagt. Das Ministerium begründet die Maßnahmen mit der anhaltenden Unterdrückung der kubanischen Bevölkerung und der Rolle der Betroffenen im politischen System des Landes.
Neben dem 66-jährigen Staatsoberhaupt, das seit 2018 die Regierungsgeschäfte in Havanna führt, richteten sich die Sanktionen auch gegen Alejandro Castro, einen Sohn des früheren Präsidenten Raúl Castro, sowie gegen Raúl Alejandro Castro, einen Enkel Raúl Castros. Raúl Castro, inzwischen 95 Jahre alt, gilt in Kuba weiterhin als einflussreiche Figur im Hintergrund.
