Die US-Streitkräfte haben am Dienstagabend (Ortszeit) eine neue Angriffswelle auf iranische Ziele geflogen und parallel dazu eine Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete in Kraft gesetzt.

Wie das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom mitteilte, dauerte die Angriffswelle rund sieben Stunden und endete am Mittwochmorgen deutscher Zeit. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr MESZ (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, hieß es weiter. Centcom kündigte die Maßnahme auf der Plattform X an.

Nach US-Angaben wurden dutzende militärische Ziele – darunter Raketenstellungen und Verteidigungssysteme – in der Nähe der Straße von Hormus sowie in iranischen Küstengebieten getroffen. Iranische Medien berichteten in der Nacht auf Mittwoch von mehreren Explosionen in unterschiedlichen Orten des Landes. So sei etwa die Insel Hengam von US-Geschossen getroffen worden.

Trumps Drohungen gegen die iranische Infrastruktur

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran in einem Interview des US-Senders Fox News mit Angriffen auf zivile Infrastruktur. „Nächste Woche wird es für sie richtig schlimm. Nächste Woche sind die Kraftwerke dran. Nächste Woche sind die Brücken dran. Wir legen alle Kraftwerke in Schutt und Asche. Wir werden alle ihre Brücken lahmlegen – es sei denn, sie verhandeln“, sagte Trump. Bereits im April hatte er mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung damals aber nicht wahr gemacht.