Santa Fe, 07 August 2026

Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat den Konzern Meta in einer Sammelklage zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt, weil das Unternehmen für schädliche Folgen des Online-Konsums Minderjähriger mitverantwortlich gemacht wird.

Die Entscheidung wurde am Donnerstag in Santa Fe verkündet. Die Klage war vom Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New Mexico eingereicht worden und stützte sich auf das Rechtskonzept der sogenannten "Public Nuisance", also einer Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit. Meta wurde demnach vorgeworfen, durch die Ausgestaltung seiner Plattformen wissentlich Risiken für junge Nutzerinnen und Nutzer in Kauf genommen zu haben.

Hintergrund der Klage

Hintergrund ist eine seit Jahren geführte juristische Auseinandersetzung über die Verantwortung großer Tech-Konzerne für die psychische Gesundheit Heranwachsender. Die Kläger argumentierten, dass bestimmte Designelemente – etwa endlose Feeds, Push-Benachrichtigungen und algorithmische Empfehlungen – gezielt auf Minderjährige ausgerichtet seien und suchtähnliches Verhalten förderten. Meta wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.