Die EU-Kommission hat am Donnerstag in zwei Verfahren gegen Google wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act (DMA) Strafen von insgesamt 890 Millionen Euro verhängt.

Zwei Verfahren, zwei Bußgelder

Die Bußgelder von 460 Millionen Euro und 430 Millionen Euro – zusammen rund 1,02 Milliarden US-Dollar – sind nach Angaben der Brüsseler Behörde die ersten Geldstrafen, die auf Basis des 2022 in Kraft getretenen DMA gegen Google verhängt wurden. Google ist der dritte Digitalkonzern, der unter dem DMA eine deutliche Strafe erhält; zuvor waren bereits Meta mit 200 Millionen Euro und Apple mit 500 Millionen Euro belangt worden.

Die EU-Kommission wirft dem US-Konzern vor, in seiner Suchmaschine eigene Angebote wie Sportergebnisse, Hotelsuchen, Flug- und Restaurantverfügbarkeit systematisch bevorzugt anzuzeigen. Drittanbieterdienste, die ähnliche Informationen bereitstellen, erhielten hingegen nicht die gleiche Sichtbarkeit, wie die Kommission mit Blick auf visuell hervorgehobene Boxen – etwa farbige Felder mit WM-Spielpaarungen – erläuterte.