Ein US-Bundesgericht in New York hat den mexikanischen Drogenboss Ismael "El Mayo" Zambada, Mitgründer des berüchtigten Sinaloa-Kartells, am Montag zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Möglichkeit einer Bewährung verurteilt.
Ismael Zambada, international bekannt unter dem Spitznamen "El Mayo", war laut US-Behörden gemeinsam mit Joaquín Guzmán, dem späteren "El Chapo", Mitgründer des Sinaloa-Kartells, einer der einflussreichsten kriminellen Organisationen Mexikos. Der zuständige Richter in New York sprach den US-Behörden zugleich das Recht zu, 15 Milliarden Dollar an Vermögenswerten zu beschlagnahmen. Zambada hatte im August 2025 im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft auf "schuldig" plädiert.
Hintergrund: Das Sinaloa-Kartell und seine Gründerfiguren
Im Gegenzug für das Geständnis verzichteten die Ankläger auf die Forderung nach der Todesstrafe. Die Vereinbarung sah zudem vor, dass eine Bewährung ausgeschlossen ist. Laut dem US-Justizministerium ist eine vorzeitige Haftentlassung damit für den 76-Jährigen ausgeschlossen.
Die Staatsanwaltschaft hatte Zambada als Anführer einer kriminellen Vereinigung beschrieben, die für Morde an Kartellmitgliedern, Polizisten und Militärpersonal verantwortlich gewesen sein soll. US-Staatsanwalt Joseph Nocella erklärte, Zambada habe "fast vier Jahrzehnte damit verbracht, amerikanische Gemeinden zu vergiften". Die Anklage zeichnete das Bild eines Drogenbosses, der über Jahrzehnte im Hintergrund agierte und sich so weitgehend der öffentlichen Wahrnehmung entzog – weshalb von ihm nur wenige Fotografien existieren.
