Auf dem FDP-Bundesparteitag am Samstag in Berlin ist es zu einer unerwarteten Kampfabstimmung um den Parteivorsitz gekommen, nachdem Marie-Agnes Strack-Zimmermann gegen Wolfgang Kubicki angetreten ist.
Ursprünglich galt Wolfgang Kubicki als gesetzter Kandidat für den FDP-Vorsitz. Eine Gegenkandidatur war nicht erwartet worden.
Doch am Rande des Parteitags wurde Marie-Agnes Strack-Zimmermann von 39 Delegierten nominiert und stellte sich kurzfristig zur Wahl. Damit wurde aus einer geplanten Bestätigung eine offene Kampfabstimmung.
Hintergrund der Kandidatur
Die Kandidatur Strack-Zimmermanns kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die FDP sich in einer schwierigen Lage befindet. Die Partei war zuletzt nicht in den Bundestag eingezogen.
Wolfgang Kubicki sah sich in den vergangenen Monaten zunehmender parteiinterner Kritik ausgesetzt. Im Mittelpunkt stand dabei sein Umgang mit der AfD.
Strack-Zimmermann ist Mitglied des Europäischen Parlaments und gilt als profilierte Stimme in der Partei. Ihre Nominierung wurde von mehreren Delegierten getragen.
