Kurz vor dem FDP-Bundesparteitag hat Henning Höne seine Kandidatur für den Parteivorsitz zurückgezogen und damit den Weg für Wolfgang Kubicki freigemacht.

Rückzug vor dem Parteitag

Der 39-jährige Höne erklärte, der Wettbewerb mit dem 74-jährigen Kubicki habe die Gräben in der Partei tiefer werden lassen. „Wettbewerb muss man durchhalten können“, hatte der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Finn Flebbe, zuvor auf Instagram geschrieben und kritisiert: „Eine Partei, die Freiheit predigt, sollte ihren eigenen Vorsitzendenwettstreit nicht kurz vor der Ziellinie absagen.“

Tatsächlich sah es zumindest einige Wochen lang so aus, als könnte es beim Parteitag einen echten Wettkampf um den Vorsitz geben. Einige in der FDP sahen darin eine Möglichkeit, inhaltliche Fragen auf einem Parteitag zu klären.

Die Unruhe in der Partei war zuvor gewachsen. Nachdem die FDP im Frühjahr auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, musste der damalige Vorsitzende Christian Dürr einräumen: „So wie es bisher ist, kann es nicht weitergehen.“ Der Bundesvorstand trat geschlossen zurück.