Die UN-Untersuchungskommission warnt vor einer massiven Zunahme tödlicher Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland, die sich nach ihren Erkenntnissen seit 2024 mehr als verdoppelt hat.
Im Westjordanland und in Ost-Jerusalem leben nach UN-Angaben heute mehr als 700.000 israelische Siedler inmitten von rund drei Millionen Palästinensern. Vor diesem Hintergrund dokumentiert die UN-Untersuchungskommission eine seit Jahren wachsende Welle der Gewalt, die sich nach dem Hamas-Massaker im Süden Israels vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg noch einmal deutlich verschärft hat.
Für die Jahre 2024 und 2025 identifizierte die Kommission insgesamt 249 Fälle von Hinrichtungen und schwerer körperlicher Gewalt, die mindestens 108 Todesopfer und 384 Verletzte zur Folge hatten. Allein für das vergangene Jahr 2025 listet der Bericht mindestens sieben getötete und 832 verletzte Palästinenser durch Siedler auf.
