Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am Abend nach dem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel betont, sie sehe Chancen für Handelsbeschränkungen gegenüber israelischen Siedlungen im Westjordanland, obwohl Deutschland und andere Mitgliedstaaten solche Maßnahmen derzeit ablehnen.
Kallas erklärte, man habe nun die Botschafter der Mitgliedstaaten beauftragt, die Arbeiten voranzubringen. Die größte Unterstützung unter den Mitgliedstaaten habe die Option gefunden, Maßnahmen gegen den Handel mit Produkten aus den israelischen Siedlungen zu ergreifen. Eine weitere Sitzung der Außenminister schloss die EU-Chefdiplomatin nicht aus.
EU-Außenbeauftragte drängt auf Fortschritte
Die EU-Außenminister waren bei ihrem Treffen am Montag in der Sanktions-Frage erneut uneins. Während Frankreich, Spanien, Belgien, Schweden und Irland auf Sanktionen drängen, lehnen Deutschland und mehrere andere Staaten entsprechende Handelsmaßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt ab. Auch Italien vertritt nach Angaben aus Brüssel eine ähnliche Position wie Deutschland und setzt eher auf den Dialog.
