Twitch-Produktchef Mike Minton hat in einem Livestream die umstrittene Datenpraxis der Plattform verteidigt, Inhalte aus Streams standardmäßig an den Mutterkonzern Amazon zum Training von KI-Modellen zu übermitteln.

Reaktionen aus der Streaming-Community

Während eines Livestreams äußerte sich Minton offen zu den Beweggründen des Unternehmens. Auf direkte Nachfragen aus der Community erklärte er, eine Opt-in-Lösung – bei der Nutzerinnen und Nutzer der Datenübermittlung aktiv zustimmen müssten – würde aus Sicht des Unternehmens dazu führen, dass die Funktion praktisch niemand aktiviere. Wörtlich sagte er: „Wenn es Opt-in wäre, würde das keiner machen." Die Aussage wurde von mehreren Medien, darunter Kotaku, aufgegriffen und in der Streaming-Community intensiv diskutiert.

Hintergrund ist eine Praxis von Twitch, im Kleingedruckten der eigenen Nutzungsbedingungen festzulegen, dass Inhalte aus Livestreams auch für das Training von KI-Modellen des Mutterkonzerns Amazon verwendet werden können. Anders als bei einem Opt-in-Verfahren ist die Datenübermittlung dabei standardmäßig aktiviert. Nutzerinnen und Nutzer müssen die Einstellung aktiv ändern, um sie zu deaktivieren.